Die Frage nach Unendlichkeit

In der Mathematik wird das Symbol Unendlich als eine um 90° gedrehte Acht dargestellt. Die Frage ist, ob eine solche Symbolik gerechtfertigt ist. Aus meinem Verständnis heraus ist die wirkliche Beantwortung der Unendlichkeit den Menschen nicht mit letztlicher Gewissheit verfügbar.

Als Begründung möchte ich folgendes anführen:

Aus meiner Sicht ist das Leben mit der Geburt und dem Tod begrenzt, andererseits gibt es Systeme die an Wiedergeburt, Seelenwanderung und ähnliches glauben. Ich will hier aber auch Einstein als Physiker anführen, der nachgewiesen hat, dass die allgemeinen Definitionen von der Endlichkeit und Unendlichkeit sich in den jeweiligen Dimensionen verschieben können.

Konsequenz ist für mich persönlich, dass man z. B. in der Mathematik entweder aus Bequemlichkeit bei der Unendlichkeitsdarstellung bleibt, allerdings mit der didaktischen Erklärung, dass die Unendlichkeit mehr oder weniger Raumweltdimensionen ergreift und somit für terrestrische Berechnungen keine Relevanz hat. Somit ist dem Menschen sowieso subjektiv nur ein Hochgefühl möglich und ein Tiefgefühl.

Aus diesem Grund möchte ich anführen, dass man sagen kann, dass die Unendlichkeit theoretisch nach Einstein schon in der Konstruktion des Gedanken ein so großes Gewicht erlangt, eben nach der Einsteinschen, von mir nicht mehr hinterfragten Formel, „e=mc²“, dass eine unendliche Reihenfolge an Zahlen in sich zusammenbricht. Deshalb kann ich schon rein theoretisch nach Einstein die Unendlichkeit nicht konstruieren.

Gehe ich nach den gängigen Theorien mit der „Big Bang-Theorie“, die von einem Ursprung ausgeht bzw. von einem Ursprungsmoment, habe ich auch das Problem, dass die Unendlichkeit letztlich nicht definiert ist.

Ich selbst bin mehr oder weniger ein Freund einer anderen Weltanschauung, die ich jetzt aber nicht näher erörtern möchte.

Deshalb möchte ich nur anführen, dass ich mich wohl mit Einstein dem Gedanken anschließe, dass die Unendlichkeit letztlich nicht konstruierbar ist. Insofern kann man theoretisch Axiome aufstellen und bei der Integralrechnung von 0 - ? sprechen bzw. die Unendlichkeit als Endlichkeit definieren.

Frage ich mich, welche Folge hat das? Aus meiner Sicht wird das auf die terrestrische und menschliche Anschauung im Rahmen der Technik keine besondere relevante Dominanz haben.

Ich will es aber auch nicht lediglich als Formalismus abtun. Da ich mehr oder weniger ein Freund von terrestrischen Rechnungen bin und letztlich wieder gilt, dass der Mensch hier im Mittelpunkt seiner Existenz steht.

So befürworte ich eine kritische Fragestellung der jetzigen Definition der Unendlichkeit und würde mich Einstein anschließen, dass diese Art von Unendlichkeit, wie sie in der klassischen Mathematik besteht nicht aufrecht erhalten werden kann.

Wenn ich mir die Relativitätstheorie von Einstein vergegenwärtige, fallen mir doch einige Probleme auf, die sich bei dieser Theorie ergeben. Schon aus humanistischer Sicht, möchte ich anführen, dass Einstein zu der Zeit als er diese Theorie aufgeführt hat als Jude in Deutschland gelebt hat und dann in die USA auswandern musste.

Ich persönlich vermute, dass man als Märtyrer kein wirkliches Verständnis von Raum und Zeit bekommt, nicht mehr als z. B. ein Frosch in einem Teich, den man befragt wie die gesamte Welt aussieht. Denn der Frosch in seinem Teich kennt weder den Mount Everest noch den atlantischen Ozean, noch Blumen noch ähnliches und andere Tiere die es in seiner Welt  gibt.

Insofern kritisiere ich Einstein dahingehend, dass er bemüht ist universale Gesetze aufzustellen, jedoch schon diese Frage an der Theorie des Urteils scheitert.

Aus meiner Sicht ist Einstein vorzuwerfen, dass er lediglich in den Weltraum flüchtet, und eben seine gesamte Theorie erdnah bzw. in der heutigen Form in Formeln gewandelt werden müsste, um sie zu verstehen, und dies mit der terrestrischen Anschauung der Physik übereinstimmen müsste.

Folge bei Einsteins Theorie ist, dass man sich fragen kann, ob man die Erde lediglich als Trabanten der Sonne sieht, der sich mit einer Million km/h in der Milchstraße bewegt?

Insofern kann man Einsteins Philosophie und Physik auch als weltfremd bzw. Flucht verstehen, weil sie zu keiner großen physikalischen Bedeutung gelangen kann?

Dem folgt für mich, dass Menschen sich eben auch in den Mittelpunkt des Erdgeschehens stellen dürfen, wie es einigen Menschen auf der Erde zukommt.

Das Schwanken der Extrempositionen der Religionen zeigt schon welchen Zwist die Menschen mit sich selbst haben, sich in irgendein Ordnungssystem einzubetten.

Ich will aber noch einmal auf die Physik zurückkommen. Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn Universalprinzipien zu erdenken und sich auf der anderen Seite mit Ungewissheiten zu begnügen.