Theoretische Mathematik - Dreidimensionaler Raum

Seit einigen Tagen überlege ich, wie man von der Plus/Minus-Betrachtung wegkommt, weil Plus/Minus immer eine gewisse Polarisierung ergibt. Man kann also überlegen, ob es nicht möglich ist, einen dreidimensionalen Raum zu konstruieren, so dass die Konflikte von zwei Polen auf z. B. drei Pole übertragen werden. Wenn man dies z. B. in der Optik sehen würde, so ist alleine die zweidimensionale Sicht schwarz/weiß. Ein dritter Pol führt dann allerdings zu vielen bunten Farben. Sobald es von einer zweidimensionalen auf eine dreidimensionale Ebene geht, oder vielleicht auch auf eine vierdimensionale, hat man verschiedene Pole, vielleicht auch fünf oder sechs, je nachdem, in welcher Dimension man weilt, so dass die eigentlichen Pole mit Plus/Minus keinen Sinn mehr machen. In einem dreidimensionalen Raum ist schon allein die Sprache von Plus und Minus unbedeutend. Man kann auch sagen, dass die zweidimensionale Betrachtungsweise von Plus/Minus, in der Geldwirtschaft auch Soll und Haben, im dreidimensionalen Raum keine bedeutende Funktion mehr hat.

Ich hatte auch überlegt, ob man in der Geldwirtschaft nicht auf eine dreidimensionale Währung kommt, d. h. von der zweidimensionalen Betrachtungsweise Haben/Soll weggeht.

Wenn man z. B. die philosophische Seins-Betrachtung mit einbezieht, so kann man sagen, dass auch schon bei der Finanzkrise in Europa oder der weltweiten Finanzkrise einfach die Habenseite 80 % höher ist als die Sollseite. Insofern kann man die niedrige Sollseite durch die Habenseite ausgleichen. Man wäre dann rein in der Habenseite, wenn man diese Plus/Minus-Betrachtung hat, das ist die zweite Dimension. In der dritten Dimension braucht man eine neue Begrifflichkeit. Weil man dann aber aus mathematischer Sicht auch die vierte, fünfte, sechste hat, kann man nur sagen, dass zwischen den verschiedenen Dimensionen bestimmte Bewegungen ablaufen. Interessant für das Leben. Ich betrachte die Dimensionen immer als Physiker und Mathematiker. Ich kann mir selber mein Manko ankreiden bzw. vorwerfen, dass aus biochemischer Sicht natürlich nicht alleine die statischen Prozesse interessant sind, sondern gerade die Abläufe.

Ich denke immer an die Plus/Minus-Betrachtung, wo dann eben einfach bei starken Plus/Minus-Polen, wie bei einem Gewitter, irgendwann ein Ausgleich zwischen Plus und Minus stattfindet.

Im dreidimensionalen Raum verliert sich diese Gut-Böse-Betrachtung, die auch in den theologischen Systemen aus dem lang zurückliegenden Zeitraum gängig war.

In der dritten Dimension hat man zwischen Gut und Böse noch eine dritte Dimension, mathematisch sogar noch eine vierte oder fünfte, so dass diese reinen Minimum-Maximum-Fragen aus meiner Sicht, zumindest wenn nicht mal ein roter Faden im Dreidimensionalen Raum berührt wird, weder der reine, idealisierte Pluspol, noch der idealisierte Minuspol, sondern der rote Faden irgendwo zwischen diesen Plus- und Minusräumen, allerdings eher im Plusbereich, ablaufen.

Ich muss auch sagen, dass z. B. heute in der Medienlandschaft vielfach diese alten Plus/Minus-Betrachtungen von Leben und Tod gebracht werden. Ich selber pflege immer mehr die Betrachtungsweise: Was an Leben schön war. Ich stelle doch das Leben in den Vordergrund, und frage mich, was war für mich an Leben besonders. Die reine Anfangs- & Endbetrachtung widerspricht eigentlich der Betrachtung, dass man auch gegenwärtig lebt und die Geburt des Lebens eigentlich auch im Sinne einer Entelechie zu irgendwas führen soll, sei es zu einer Hochzeit, zu Glücksgefühlen, zu besonderen Momenten, die für den Menschen von Bedeutung waren. Das ist für mich das persönliche Weihnachten der Kirchengesellschaften, dass ich in meinem Leben im Liebesbereich, im Glücksbereich, bestimmte Momente hatte, die ich sehr geschätzt habe, die sozusagen für mich Orientierung sind, wo das Leben für andere Menschen hinfließen soll. Diese Strömungen sind fernab der Plus/Minus-Betrachtung von Geld und keinem Geld. Das ist einfach die Frage des Sinns des Lebens und der Sinn des Lebens ist in bestimmten Hochgefühlen und bestimmten Zeitintervallen, die für mich besonders prägend waren, prägend waren aufgrund der Hochleistung von Leben, ich will gar nicht Leistung sagen, sondern einfach von Daseinsform von Leben.

Zurück zur Biochemie. Ich will sagen, dass im biochemischen Bereich bestimmte Prozesse ablaufen und unsere Gene so programmiert sind, dass wir bestimmte Mechanismen einstudiert haben. Ich bosseliere sogar ein Destruktionsgen. Ich meine damit, dass, wie bei deinem Kind, das sich freut, wenn der Turm zusammenfällt und das dann klatscht und lacht, die Menschen mit einer gewissen Destruktion ausgestattet sind. Ich vermute, dass man viele Lebensweisen produzieren kann, rein genetisch bedingt oder verhaltensbedingt diese Verhaltensweisen dann aber letztlich situationsbedingt gelebt oder unterdrückt werden. So kann man bestimmte Verhaltensweisen, die im Rahmen der Reaktionsmöglichkeiten des Menschen liegen, ausprägen oder eben einfach unterdrücken. Es kann sein, dass in manchen Zeitepochen bestimmte genetisch, biologische und/oder verhaltenstherapeutische Ansätze einfach nicht gelebt werden.